Einführung

Es steht eine umfassende Reform in der Grundschule bevor: die Einführung der neuen Grundschrift, welche die drei im Moment unterrichteten Schreibschriften ablösen soll. So zumindest möchte es der Grundschulverband, ein Verein aus Lehrern und Didakten. Sie sind der Meinung, dass das Erlernen einer Schreibschrift einen Umweg zur persönlichen Handschrift darstellt. Das Aneignen von zwei Ausgangsschriften – einer Druck- und einer Schreibschrift – sei überflüssig. Profitieren würden davon auch Schüler, denen das Erlernen schwer fällt und dessen Lehrer, die laut dem Verband oft mit der Lesbarkeit der Texte zu kämpfen haben.

Die Grundschrift ist im Prinzip eine Druckschrift. Mit Häkchen an der Grundlinie versehen soll die Schrift Schüler dazu animieren, unter Anleitung des Lehrers selber zu entscheiden, welche Buchstaben sie verbinden und welche nicht.
Der Lehrplan in der Grundschule sieht nach dem Unterrichten der Druckschrift das Vermitteln einer verbundenen Normschrift vor. Laut Kultusministerkonferenz ist das Ziel am Ende der Grundschule eine persönliche Handschrift.
Nach einigen Modellversuchen der Grundschrift hat jetzt Hamburg den Lehrern als erstes Bundesland das Unterrichten einer Schreibschrift freigestellt und somit den Weg für die Grundschrift geebnet. Die Konsequenz ist klar: es würde den Verlust der Schreibschrift bedeuten.